«Jüngere Generation offener für SVP-Gedankengut» - Gossauer Nachrichten 02.06.2017

«Jüngere Generation offener für SVP-Gedankengut»

01.06.2017 09:00

Die SVP Gossau-Arnegg hat einen neuen Präsidenten. Der erst 23-jährige Pascal Fürer löst Markus Rosenberger ab, der nach sieben Jahren an der Spitze zurücktrat, als Vizepräsident aber im Vorstand der Ortspartei verbleibt.

Parteipräsidium An der Hauptversammlung der SVP wurde Pascal Fürer einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Der gelernte Bäcker-Konditor macht aktuell eine Weiterbildung zum Technischen Kaufmann. Er ist gewillt, viel Herzblut und Zeit in die Leitung der Ortspartei zu stecken.

Pascal Fürer, Sie sind mit gerade mal 23 Jahren bereits Parteipräsident. Wie ist es dazu gekommen?

Ich bin seit sieben Jahren in der Jungen SVP des Kantons St.Gallen tätig und habe zusätzlich die letzten drei Jahre im Vorstand der Ortspartei Gossau-Arnegg mitgewirkt. Die Arbeit macht mir viel Freude. Als Markus Rosenberger den Rücktritt als Parteipräsident ankündigte, haben mich die Vorstandskollegen als geeigneten Kandidaten der Hauptversammlung vorgeschlagen.

Markus Rosenberger verbleibt als Vizepräsident im Vorstand. Sind Sie froh, seine Erfahrung nutzen zu können oder droht die Gefahr, dass er weiter die Fäden in der Hand hält?

Nein, diese Gefahr sehe ich nicht. Für mich ist die Rückendeckung aus dem gesamten Vorstand wichtig. Wir werden weiterhin einen aktiven Austausch pflegen.

Was ist Ihr Ziel als Parteipräsident?

Ich möchte noch aktiver auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen. Man kann schliesslich nicht nur kurz vor den Wahlen präsent sein. So sollen Veranstaltungen wie Standaktionen oder ein Grillhöck verstärkt Platz finden. Ebenfalls veranstalten wir am 19. Juni einen Sessionsrückblick mit den SVP-Nationalräten Lukas Reimann und David Zuberbühler im Café Koller`s.

Wie sieht Ihr Tätigkeitsbereich aus?

Ich werde die Sitzungen leiten, bei den Fraktionssitzungen mitwirken, die Partei gegen aussen vertreten und Veranstaltungen planen.

Bei den Parlamentswahlen kamen Sie nur auf den zehnten Platz von 15 Kandidaten. Warum sind Sie trotzdem der richtige Präsident?

Ich werde mein Bestes geben, um die Partei erfolgreich zu führen. An der Hauptversammlung wurde ich einstimmig gewählt. Ich habe also das Vertrauen der Mitglieder.

Viele junge Mitglieder sind bei euch aktiv. Wie erklären Sie sich diesen Umstand?

Die jüngere Generation identifiziert sich mehr mit dem Gedankengut der SVP. Das ist erfreulich. Als junger Präsident werde ich natürlich versuchen, die jungen Leute vermehrt für Politik zu begeistern. So sind wir beispielsweise auf Facebook aktiv.

Dafür fehlen euch die Frauen...

Das ist richtig, doch dieses Problem stellt sich bei allen Parteien. Immerhin traten gerade in den letzten zwei Wochen zwei 20-jährige Frauen der Partei bei. Letztlich steht das Wohl von Gossau und der SVP zuoberst, unabhängig vom Geschlecht der Vertreter. Wir werden aber versuchen, die eine oder andere Frau für unsere Partei zu begeistern.

Interview: Tobias Baumann

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