Mit Finanzen haushälterisch umgehen - Thomas Jung - St. Galler Tagblatt vom 30. August 2016

SVP-Kandidat Thomas Jung will im Gossauer Schulrat mitwirken. Besonders auf eine Verbesserung der Finanzen ist er bedacht. Im Niederdorf betreibt er eine Milchwirtschaft und Obstbau und arbeitet Teilzeit als Servicemonteur in Hauptwil. Als Landwirt bezeichnet er sich als Realist, der alles mit gesundem Menschenverstand betrachtet.

Wie lange sind Sie schon bei der SVP Gossau-Arnegg?

Ich bin erst vor drei Monaten zur SVP gestossen. Zuvor war ich parteilos.

Weshalb?

Wenn man in Gossau als Schulrat oder als Parlamentarier kandidiert, wird es ohne Rückhalt einer Partei schwierig. Daher habe ich mich entschieden, einer Partei beizutreten. Meine Wahl fiel auf die SVP, weil sie mir mit ihren Themen am meisten zusagt.

Sie kandidieren sowohl für den Schulrat als auch fürs Parlament. Wo sehen Sie sich eher?

Meine erste Wahl ist eindeutig der Sitz im Schulrat. Die Schule kann man zwar nicht neu erfinden, aber die finanziellen Mittel kann man sinnvoller und gezielter einsetzen.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie Gossau konfrontiert?

Das Gesak mit dem Bau des neuen Hallenbads sowie anderen Bauten wird ein finanzieller «Lupf» für die Stadt Gossau. Auch das Thema Industrielandreserven, die dem Gewerbe vorbehalten werden sollten, dürfte für Diskussionen sorgen.

Welche Kenntnisse bringen Sie für den Schulratssitz mit?

Als Landwirt bin ich Realist und betrachte alles mit gesundem Menschenverstand. Das brachte mich weiter, auch ohne Studium. Seit 14 Jahren engagiere ich mich ausserdem bei der Feuerwehr in Gossau, bin Offizier und Ausbilder für Maschinisten. Als Vater dreier Kinder liegt mir die Schule besonders am Herzen. (ad)

Am 25. September wird das Gossauer Stadtparlament neu gewählt. Bis dahin stellen wir neue Kandidatinnen und Kandidaten vor.

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