Für Flig sind beide «wählbar» - St. Galler Tagblatt vom 27. August 2016

GOSSAU. Für die Freie Liste Gossau (Flig) ist sowohl Helen Alder von der CVP als auch Carla Schelb von der SVP in den Stadtrat «wählbar», wie die Flig nach einer Anhörung der beiden neuen Kandidatinnen mitteilte. Allerdings wünsche man sich eine Zusammensetzung des Stadtrats, welche das politische Kräfteverhältnis in Gossau abbilde. Stadtpräsident Alex Brühwiler (parteilos) und Schulratspräsident Urs Blaser (FDP) werden zur Wiederwahl empfohlen. Bei der Wahl in den Schulrat erfahren die Bewerberinnen und Bewerber der FDP keine Unterstützung der Flig. Die FDP sei im Schulrat übervertreten. (pd/dwi)

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SVP bedauert Angriff auf Schelb - St. Galler Tagblatt vom 27. August 2016

GOSSAU. Diese Woche sollte ein verunglimpfendes Inserat über den Stadtparlamentarier Remo Schelb erscheinen (Tagblatt von gestern). Nach Schelb nimmt nun auch dessen Partei, die SVP, Stellung. Das Vorgehen sei «sehr perfide» gewesen, man bedauere den Vorfall und sei sich keiner Streitigkeiten bewusst. Die SVP stehe für eine direkte Kommunikation ein und bedaure es, dass die Urheber nicht das Gespräch gesucht hätten. (pd/jw)

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«Diese Beleidigung gegen mich fühlt sich an wie eine Ohrfeige» - St. Galler Tagblatt vom 26. August 2016

In einem nicht erschienenen Zeitungsinserat wird der SVP-Stadtparlamentarier Remo Schelb scharf angegriffen. So etwas hat der Gossauer noch nie erlebt.

ANGELINA DONATI

Herr Schelb, in einem Zeitungsinserat werden Sie derb angegriffen: «Wer ihn kennt, der wählt ihn nicht. Wer ihn wählt, der kennt ihn nicht.» Unterzeichnet ist es von einer «IG für eine faire Politik». Was war Ihre erste Reaktion?

Remo Schelb: Ich war sprachlos, als ich davon gehört habe. So etwas habe ich noch nie erlebt. Stossend ist vor allem, dass das Inserat anonym aufgegeben wurde und sich keine Person dazu bekennen will. Diese «IG für eine faire Politik» gibt es gar nicht. Und kann man denn einen anonymen Angriff überhaupt als fair bezeichnen? Das ist doch ein Widerspruch in sich.

Ahnen Sie denn, aus welchen Kreisen dieser Angriff stammen könnte?

Schelb: Nein, denn es überrascht mich völlig unerwartet. Gestern diskutierten wir auch an unserer Wahlausschusssitzung der SVP Gossau-Arnegg darüber. Alle Mitglieder waren extrem überrascht und empfanden es als Angriff unter der Gürtellinie.

Ist denn in letzter Zeit irgendetwas Bestimmtes vorgefallen?

Schelb: Nein, nichts. Es gab keinen Krach innerhalb und oder ausserhalb der Partei oder mit anderen Parteien, und ich bin auch niemandem an den Karren gefahren. Im Grunde ist es vergleichbar mit einer Ohrfeige, die man nichtsahnend auf offener Strasse von jemandem kassiert. Von jemandem, der unzufrieden und frustriert ist und sich beliebig ein Opfer auswählt.

Sie sind seit über 20 Jahren aktiv in der Politik. Haben Sie schon mal einen ähnlichen Vorfall erlebt?

Schelb: Nein, noch nie. Auf kommunaler Ebene sind mir solche Angriffe überhaupt nicht bekannt. Wenn, dann werden Politiker auf nationaler Ebene beleidigt, in unserem Milizsystem ist dies mir aber neu.

Lässt dadurch Ihre Motivation im Hinblick auf die Gossauer Stadtparlamentswahlen nach?

Schelb: Auf keinen Fall. Meine Motivation steigt damit sogar. Und auch der Motivation der Partei tut es keinen Abbruch. Die Partei nämlich steht voll und ganz hinter mir. Natürlich aber trifft es mich persönlich. Aber ich lasse mich davon nicht einschüchtern. Es zeigt mir doch genau auf, wie wichtig es ist zu kämpfen, und das weiterhin offen, fair und respektvoll gegenüber allen.

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Es wird scharf geschossen - Gossauer Nachrichten vom 25. August 2016

Stadtparlamentarier Remo Schelb wird aus den eigenen Reihen heftig attackiert. Ein Inserat, das in dieser Zeitung erscheinen sollte, aufgrund des persönlichen Angriffs aber abgelehnt wurde, empfiehlt seine Nichtwahl.

Parlamentswahlen Anfangs Woche wurde in dieser Zeitung ein Inserat aufgegeben, das direkt gegen eine Wiederwahl des Stadtparlamentariers Remo Schelb abzielt. «Wer ihn kennt, der wählt ihn nicht. Wer ihn wählt, der kennt ihn nicht.» Dazu Remo Schelbs Name und ein Bild von ihm; unterzeichnet ist das Schreiben mit «IG für eine faire Politik Gossau», welche jedoch zumindest bis heute nicht existiert. Besonders pikant: Der Angriff gegen Schelb kommt aus SVP nahen Kreisen, wobei der Überbringer des Inserats anonym bleiben möchte. Er habe im Auftrag von mehreren Personen zum Wohle von Gossau gehandelt und wolle keinen Kommentar in der Zeitung abgeben.

«Noch nie erlebt»

Remo Schelb ist von diesem Angriff sehr überrascht: «Ich bin völlig baff und hatte keine Ahnung, dass ich bei einer Person oder Vereinigung so stark anecke.» Natürlich habe man nie mit allen das Heu auf der gleichen Bühne, aber er politisiere seit über 20 Jahren und einen solchen persönlichen Angriff habe er noch nie erlebt. «Ich betreibe keine reine Parteipolitik und pflege einen ehrlichen und respektvollen Umgang über Parteigrenzen hinweg. Wird jemand in die Pfanne gehauen, ist mir das zuwider», versichert der SVP-Parlamentarier, der 2012 auf dem ersten Ersatzplatz landete und 2013 ins Parlament nachrutschte. Es handle sich schliesslich um ein Milizparlament, in dem es nicht um die persönliche Existenz gehe. «In der Partei bin ich ein liberaler Wirtschaftsdenker und sicher nicht am rechten Flügel», so die Selbsteinschätzung Schelbs.

Auch Rosenberger überrascht

Markus Rosenberger, Präsident der SVP Gossau-Arnegg, zeigt sich vom Angriff ebenfalls überrascht. Dass Remo Schelb ein Politiker ist, der auch anecke, sei bekannt. Aber die Partei stehe voll und ganz hinter ihm. «Wenn Exponenten ihm in den Rücken fallen, wäre es schön, sie würden mit Namen hinstehen und sich nicht hinter einer fiktiven Interessengemeinschaft verstecken.»

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«Diese Beleidigung gegen mich fühlt sich an wie eine Ohrfeige» - St. Galler Tagblatt vom 26. August 2016

In einem nicht erschienenen Zeitungsinserat wird der SVP-Stadtparlamentarier Remo Schelb scharf angegriffen. So etwas hat der Gossauer noch nie erlebt.

ANGELINA DONATI

Herr Schelb, in einem Zeitungsinserat werden Sie derb angegriffen: «Wer ihn kennt, der wählt ihn nicht. Wer ihn wählt, der kennt ihn nicht.» Unterzeichnet ist es von einer «IG für eine faire Politik». Was war Ihre erste Reaktion?

Remo Schelb: Ich war sprachlos, als ich davon gehört habe. So etwas habe ich noch nie erlebt. Stossend ist vor allem, dass das Inserat anonym aufgegeben wurde und sich keine Person dazu bekennen will. Diese «IG für eine faire Politik» gibt es gar nicht. Und kann man denn einen anonymen Angriff überhaupt als fair bezeichnen? Das ist doch ein Widerspruch in sich.

Ahnen Sie denn, aus welchen Kreisen dieser Angriff stammen könnte?

Schelb: Nein, denn es überrascht mich völlig unerwartet. Gestern diskutierten wir auch an unserer Wahlausschusssitzung der SVP Gossau-Arnegg darüber. Alle Mitglieder waren extrem überrascht und empfanden es als Angriff unter der Gürtellinie.

Ist denn in letzter Zeit irgendetwas Bestimmtes vorgefallen?

Schelb: Nein, nichts. Es gab keinen Krach innerhalb und oder ausserhalb der Partei oder mit anderen Parteien, und ich bin auch niemandem an den Karren gefahren. Im Grunde ist es vergleichbar mit einer Ohrfeige, die man nichtsahnend auf offener Strasse von jemandem kassiert. Von jemandem, der unzufrieden und frustriert ist und sich beliebig ein Opfer auswählt.

Sie sind seit über 20 Jahren aktiv in der Politik. Haben Sie schon mal einen ähnlichen Vorfall erlebt?

Schelb: Nein, noch nie. Auf kommunaler Ebene sind mir solche Angriffe überhaupt nicht bekannt. Wenn, dann werden Politiker auf nationaler Ebene beleidigt, in unserem Milizsystem ist dies mir aber neu.

Lässt dadurch Ihre Motivation im Hinblick auf die Gossauer Stadtparlamentswahlen nach?

Schelb: Auf keinen Fall. Meine Motivation steigt damit sogar. Und auch der Motivation der Partei tut es keinen Abbruch. Die Partei nämlich steht voll und ganz hinter mir. Natürlich aber trifft es mich persönlich. Aber ich lasse mich davon nicht einschüchtern. Es zeigt mir doch genau auf, wie wichtig es ist zu kämpfen, und das weiterhin offen, fair und respektvoll gegenüber allen.

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