Carla Schelb in den Stadtrat - Gossauer Nachrichten vom 31. August 2016

«Ich engagiere mich in vielen Vereinen»

Carla Schelb kandidiert für einen Sitz im Gossauer Stadtrat. Die Arnegger Unternehmerin, ehemalige Polizistin und Familienfrau engagiert sich seit vielen Jahren in Vereinen und Organisationen. Sie möchte die SVP zurück in den Stadtrat bringen.

Carla Schelb, sie kandidieren am 25. September für einen Sitz im Gossauer Stadtrat. Was ist ihre Motivation für diese Kandidatur?

Gossau und Arnegg liegen mir am Herzen. Ich möchte mithelfen, die Zukunft unserer Stadt zu gestalten. Als Unternehmerin weiss ich, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen, die Finanzen sorgfältig zu planen und Projekte aufzugleisen.

Für was setzen Sie sich speziell ein?

Zum einen ist dies eine nachhaltige Steuerpolitik und die Unterstützung des Gewerbes, der Industrie und der Landwirtschaft, damit wir in Gossau attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten können. Zudem ist mir aber auch die Sicherheit, die Berücksichtigung der Anliegen der älteren Generation und eine zeitgemässe Sport- und Schulinfrastruktur wichtig.

Sie sind gesellschaftlich stark engagiert. Wo liegt ihr Schwerpunkt?

Unsere Gesellschaft lebt davon, dass wir alle an verschiedenen Orten mitmachen. Daher engagiere mich in vielen Vereinen – u.a. als Kampfrichterin im Schwimmclub Gossau, als regionale Mitarbeiterin beim Schweizer Kinderhilfswerk KOVIVE oder als Mitglied des Leitungsteams des Gospelchors im Centrum. Ich würde gerne in Zukunft meine berufliche Erfahrung und das breite gesellschaftliche Engagement als Stadträtin zum Wohle von Gossau einbringen.

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Mit Finanzen haushälterisch umgehen - Thomas Jung - St. Galler Tagblatt vom 30. August 2016

SVP-Kandidat Thomas Jung will im Gossauer Schulrat mitwirken. Besonders auf eine Verbesserung der Finanzen ist er bedacht. Im Niederdorf betreibt er eine Milchwirtschaft und Obstbau und arbeitet Teilzeit als Servicemonteur in Hauptwil. Als Landwirt bezeichnet er sich als Realist, der alles mit gesundem Menschenverstand betrachtet.

Wie lange sind Sie schon bei der SVP Gossau-Arnegg?

Ich bin erst vor drei Monaten zur SVP gestossen. Zuvor war ich parteilos.

Weshalb?

Wenn man in Gossau als Schulrat oder als Parlamentarier kandidiert, wird es ohne Rückhalt einer Partei schwierig. Daher habe ich mich entschieden, einer Partei beizutreten. Meine Wahl fiel auf die SVP, weil sie mir mit ihren Themen am meisten zusagt.

Sie kandidieren sowohl für den Schulrat als auch fürs Parlament. Wo sehen Sie sich eher?

Meine erste Wahl ist eindeutig der Sitz im Schulrat. Die Schule kann man zwar nicht neu erfinden, aber die finanziellen Mittel kann man sinnvoller und gezielter einsetzen.

Mit welchen Herausforderungen sehen Sie Gossau konfrontiert?

Das Gesak mit dem Bau des neuen Hallenbads sowie anderen Bauten wird ein finanzieller «Lupf» für die Stadt Gossau. Auch das Thema Industrielandreserven, die dem Gewerbe vorbehalten werden sollten, dürfte für Diskussionen sorgen.

Welche Kenntnisse bringen Sie für den Schulratssitz mit?

Als Landwirt bin ich Realist und betrachte alles mit gesundem Menschenverstand. Das brachte mich weiter, auch ohne Studium. Seit 14 Jahren engagiere ich mich ausserdem bei der Feuerwehr in Gossau, bin Offizier und Ausbilder für Maschinisten. Als Vater dreier Kinder liegt mir die Schule besonders am Herzen. (ad)

Am 25. September wird das Gossauer Stadtparlament neu gewählt. Bis dahin stellen wir neue Kandidatinnen und Kandidaten vor.

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SVP sorgt sich um Stadtwerke - St. Galler Tagblatt vom 29. August 2016

Eine Reihe von Budgetüberschreitungen macht die SVP einmal mehr auf die Stadtwerke aufmerksam. Der Parteipräsident hat einen Vorstoss eingereicht.

GOSSAU. Die SVP Gossau-Arnegg ärgert sich über Budgetüberschreitungen bei den Stadtwerken. Dazu hat Parteipräsident und Stadtparlamentarier Markus Rosenberger die Einfache Anfrage «Ausufernde Beratungs- und Informatikkosten bei den Stadtwerken» eingereicht.

Mehrere Nachtragskredite

In der Anfrage listet Rosenberger eine Reihe von Beispielen aus dem Jahr 2015 auf: Für Rechtsberatungen seien 190 000 Franken statt der budgetierten 49 000 ausgegeben worden. Diese Überschreitung sei erst durch vier vom Stadtrat bewilligte Nachtragskredite möglich geworden. Auch für den Informatikaufwand waren 49 000 Franken budgetiert, ausgegeben worden seien 162 000. Und zwar «obwohl ein Informatikdienst in der Stadt vorhanden ist», wie Rosenberger weiter schreibt. Hinzu komme eine nicht budgetierte Studie für 19 000 Franken. «Alleine in diesen drei Positionen wurden anstelle von 100 000 Franken rund 372 000 ausgegeben!» Und die Auflistung sei nicht abschliessend.

Bezug zu Gaspreisen und KEV

Dann holt Rosenberger zum Rundumschlag aus: Er nimmt Bezug auf die Gaspreise, die aus Sicht der SVP massiv zu hoch seien, und vermutet, dass bei den Stadtwerken wieder vieles so läuft wie vor dem Solardebakel. «Bei den Stadtwerken mit den vielen offenen Baustellen und immer wieder neuen, unausgereiften Projekten sehen wir neues Unheil auf uns zukommen.»

Schliesslich will er vom Stadtrat wissen, weshalb für das Projekt zur Verselbständigung kein einheitlicher Projektantrag gestellt wurde und – falls doch einer gestellt wurde – weshalb alleine 2015 vier Nachtragskredite erteilt werden mussten. Weiter fragt Rosenberger, wie hohe Kosten die Verselbständigung bis zur Volksabstimmung für die Stadtwerks-Kunden verursacht haben wird. Zudem will er wissen, ob bei dieser Beschaffung mehrere Offerten eingeholt worden seien und nach welchen Kriterien die Beratungen vergeben worden seien.

«Politische Führung stärken»

Weshalb die Kosten für die Betreuung des Smart-Meterings «komplett ausuferten» will Rosenberger weiter wissen, und ob das Budget 2016 diesbezüglich eingehalten werden könne. Zum Schluss fragt er, ob nicht die politische Führung des «wichtigen Schlüsselressorts» gestärkt werden müsse, beispielsweise durch eine externe Fachkommission oder eine ständige Parlamentskommission. (jw)

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Für Flig sind beide «wählbar» - St. Galler Tagblatt vom 27. August 2016

GOSSAU. Für die Freie Liste Gossau (Flig) ist sowohl Helen Alder von der CVP als auch Carla Schelb von der SVP in den Stadtrat «wählbar», wie die Flig nach einer Anhörung der beiden neuen Kandidatinnen mitteilte. Allerdings wünsche man sich eine Zusammensetzung des Stadtrats, welche das politische Kräfteverhältnis in Gossau abbilde. Stadtpräsident Alex Brühwiler (parteilos) und Schulratspräsident Urs Blaser (FDP) werden zur Wiederwahl empfohlen. Bei der Wahl in den Schulrat erfahren die Bewerberinnen und Bewerber der FDP keine Unterstützung der Flig. Die FDP sei im Schulrat übervertreten. (pd/dwi)

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SVP bedauert Angriff auf Schelb - St. Galler Tagblatt vom 27. August 2016

GOSSAU. Diese Woche sollte ein verunglimpfendes Inserat über den Stadtparlamentarier Remo Schelb erscheinen (Tagblatt von gestern). Nach Schelb nimmt nun auch dessen Partei, die SVP, Stellung. Das Vorgehen sei «sehr perfide» gewesen, man bedauere den Vorfall und sei sich keiner Streitigkeiten bewusst. Die SVP stehe für eine direkte Kommunikation ein und bedaure es, dass die Urheber nicht das Gespräch gesucht hätten. (pd/jw)

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