Bratwurst mit Rösti: SVP-Grössen gehen mit den Gossauern auf Tuchfühlung - St. Galler Tagblatt 26. Januar 2019

Bratwurst mit Rösti: SVP-Grössen gehen mit den Gossauern auf Tuchfühlung
Albert Rösti, Thomas Aeschi oder Magdalena Martullo-Blocher: Die bekanntesten Köpfe der SVP tummeln sich in Gossau. Bei Bratwurst und Glühwein spielt aber nicht der Parteipräsident die Hauptrolle.
Johannes Wey

Es raucht und die Funken stieben. Allerdings ist hier keine hitzige politische Debatte am Laufen. Die vielen Leute, die sich an diesem Abend vor dem Café Kollers in Gossau um die Feuerschalen drängen, sind sich grün – wie das Logo der SVP.

Hitzig ist die Debatte wenn überhaupt im Werk 1, wo sich die Sitzung der Parteileitung in die Länge zieht. SVP-Präsident Albert Rösti lässt deswegen noch auf sich warten. Auf dem Bahnhofplatz ist es hingegen eisig kalt.

Das schreckt Vizepräsidentin Magdalena Martullo-Blocher, Fraktionspräsident Thomas Aeschi und zahlreiche weitere mehr oder weniger bekannte Exponenten der SVP in Bundesbern nicht ab. Genau wie die gegen 100 Gäste, die sich das Shake-Hands mit der Parteiprominenz nicht entgehen lassen wollen. Viele von ihnen politisieren selber für die SVP, wenn auch auf lokaler und regionaler Ebene. Auch Vertreter anderer Gossauer Parteien schauen auf eine Bratwurst und einen Glühwein vorbei.

Mike Egger kann stimmlich mithalten

Der Grillabend in Gossau ist nur einer in einer ganzen Reihe, die sich «SVP bi de Lüt» nennt, angelehnt an eine Sendung des Schweizer Fernsehens SRF. Doch wenn die Volkspartei bei den Leuten ist, dann braucht sie im Gegensatz zum «Staatssender» keine Tontechniker und Mikrofone. Vielmehr zählt Teamwork: Ein lauter Pfiff vom Gossauer Kantonsrat Benno Koller, dann ein «Ruhe»-Ruf seines Waldkircher Fraktionskollegen Paul Scheiwiller, der sogleich die Gäste begrüssen kann. Danach stellt sich der hohe Besuch selber vor.

Aeschi warnt mit Blick auf den Migrationspakt vor einer «weltweiten Personenfreizügigkeit», Martullo bezeichnet sich im breiten Zürcher Dialekt als Ostschweiz-Vertreterin im Bundeshaus – schliesslich wurde sie als Bündnerin gewählt.

Die Lautstärke schwillt mit Mike Egger nochmals etwas an. Der Neo-Nationalrat und Ständeratskandidat fordert denn auch, dass die Ostschweiz in Bern lauter auftreten müsse. Und dann ist auch schon Parteipräsident Albert Rösti da. Die SVP Schweiz hält am Samstag in Gossau ihre Delegiertenversammlung zum Parteiprogramm ab. Diese Versammlungen nutze man gerne, um sich ein wenig unters Volk zu mischen, sagt Rösti.

«Und die winterlichen Temperaturen mögen wir SVPler ja vertragen.»

Fotos mit Martullo sind gefragt

Dann mischen sich die Bundesparlamentarier unter das Publikum. «Schön, dass ich dich einmal live sehen kann», sagt einer zum Aargauer Nationalrat Andreas Glarner. Albert Rösti spricht währenddessen mit einigen Gossauern über seine Ideen zur Senkung der Gesundheitskosten.

Die mit Abstand grösste Menschentraube bildet sich aber um Magdalena Martullo. Die Tochter von SVP-Übervater Christoph Blocher sagt.

«Mir wird immer wärmer vom Händeschütteln.»

Ihre Handschuhe habe sie in Chur vergessen.

Zum Händeschütteln kommt sie zur Genüge an diesem Abend. Und für unzählige Fotos muss sie posieren. Immerhin dabei bekommt Rösti nochmals einen prominenten Auftritt: Just, als sich ein Teilnehmer beim Parteipräsidenten für dessen Einsatz bedankt, zupft Martullo ihn am Ärmel: «Komm Albert, du musst im Hintergrund ein bisschen gut aussehen.»

DruckenE-Mail

Gallus Hälg wird höchster Gossauer - St. Galler Tagblatt 14. Januar 2019

Gallus Hälg wird höchster Gossauer
Als 22-Jähriger hat Gallus Hälg die SVP Gossau-Arnegg gegründet. Mit 44 wird er am Dienstag zum Präsident des Stadtparlaments gewählt. Für ihn ist es die Krönung seiner politischen Karriere.
Johannes Wey

Gallus Hälg sucht das Rampenlicht nicht. Seinen grössten Auftritt in der Gossauer Politik hat der SVP-Mann einer anderen Partei zu verdanken: Auf Betreiben der CVP wurde er Präsident der Kommission, die das Solardebakel aufarbeitete. Für ihn sei das ein Zeichen gewesen, dass seine Arbeitsweise auch in anderen Fraktionen geschätzt werde.

Ob das der Fall ist, zeigt sich am Dienstag. Dann wählen die Stadtparlamentarier Hälg zu ihrem neuen Präsidenten – oder packen die Gelegenheit, ihm eins auszuwischen.

«Natürlich wünsche ich mir ein gutes Resultat. Aber es kommt, wie es kommt.»

Hälg ist seit dem Rücktritt von Alfred Zahner der dienstälteste Parlamentarier. Die Kollegen hatten also genug Zeit, ihn kennen zu lernen.

 
Der Zahlenmensch tritt ohne Motto an

Auch wenn der 44-Jährige sich nicht um Ämter reisst: Auf das Parlamentspräsidium freut er sich. «Für mich ist das die Krönung meiner politischen Arbeit.» Für sein Präsidialjahr wünscht er sich viele Geschäfte. «Ich hoffe, dass alle Sitzungen stattfinden. Das ist ja unser Job.»

Gewichtige Geschäfte dürften in Zusammenhang mit dem Masterplan Sportanlagen ins Parlament kommen oder aber kurzfristig auf die politische Tagesordnung drängen – gerade damit hat Hälg mit Blick auf die aus dem Ruder gelaufene Solarstromförderung Erfahrung. Und wie jedes Jahr rechnet er für Mai mit einer intensiven Rechnungs- und im Dezember einer intensiven Budgetsitzung: «Gossau muss sich mit seiner finanziellen Situation auseinandersetzen», sagt der Treuhänder.

Finanzen als eines seiner Steckenpferde

Mit den Zahlen hat sich Hälg im Parlament von Anfang an auseinandergesetzt. Gleich bei seiner ersten Sitzung wurde er zum Präsidenten der Geschäftsprüfungskommission gewählt. Die Finanzen sind eines seiner Steckenpferde geblieben. «Als Treuhänder komme ich sicher besser mit Zahlenfriedhöfen zurecht als andere. Und der Austausch mit dem Leiter Finanzen fällt mir leichter.» Er bringe sich gerne dort ein, wo seine Meinung auch Gewicht habe.

Im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger hegt Hälg keine Hoffnungen, dem Präsidium einen persönlichen Stempel aufzudrücken. Und anders als andere stellt er sein Präsidialjahr nicht unter ein Motto. «Davon habe ich in den letzten Amtsjahren offen gestanden jeweils wenig gespürt.» Der parlamentarische Alltag sei so formell geregelt, dass kein Gestaltungsspielraum bleibe.

Die SVP in die Region gebracht

Die SVP hat in den vergangenen gut 20 Jahren auch in Gossau einen Steigerungslauf hingelegt. Den Grundstein dazu hat Gallus Hälg gelegt: Der damals 22-Jährige gründete 1996, politisiert von der EWR-Abstimmung und ermutigt durch Toni Brunners Wahl in den Nationalrat, mit einer Handvoll Mitgliedern die Kreispartei und die Ortssektion. Seinen Vater Hans, damals noch bei der CVP, nahm er mit. Die beiden arbeiten nicht nur zusammen, sondern wurden auch gleichzeitig ins Parlament gewählt. Die Fraktionssitzungen finden bis heute im Treuhandbüro Hälg statt.

Seit den letzten Wahlen stellt die SVP die stärkste Fraktion, gleichauf mit der CVP. «Die SVP ist mein Baby. Wir haben viel erreicht», sagt Gallus Hälg, der auch im Vorstand von Regional- und Kantonalpartei sitzt.

Die freien Abende werden nochmals weniger

Das Parlamentspräsidium bedeutet für den Unternehmer und dreifachen Familienvater mit den vielen Parteiämtern einen weiteren Zusatzaufwand. «Die Freizeit wird sicher nochmals knapper. Wobei die Politik ja mein Hobby ist», sagt der Arnegger. Immerhin: Da er schon bis anhin Funktionen im Parlamentspräsidium hatte, nimmt die Zahl der Sitzungen nicht zu.

Was hingegen neu dazukommt, sind die Repräsentationsaufgaben des Präsidenten, etwa bei der Jungbürgerfeier oder am Neuzuzügerapéro. Hälg wird also im kommenden Jahr öfter unterwegs sein, als wie bisher an zwei, drei Abenden pro Woche. «Es wird eine Herausforderung, allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden», sagt Hälg. Ganz der Treuhänder.

DruckenE-Mail

«Meine Arbeit ist Sinn stiftend» - Interview Claudia Martin - GoZ 24. Mai 2018

VIER MONATE IM AMT Anfang 2018 übernahm Claudia Martin ihre Arbeit als Stadträtin im Departement Versorgung und Sicherheit. Sie mag die Vielfalt ihrer Aufgaben und schätzt den kollegialen Umgang im Stadtrat.

Martin Brunner

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Claudia Martin, wie haben Sie sich in Ihr Amt eingelebt?

In diesen ersten Monaten konnte ich mich vertieft in meine Aufgaben im Departement Versorgung und ­Sicherheit einarbeiten. Es ging darum, die Abläufe bei den Stadtwerken kennen zu lernen und die Dossiers zu studieren. Das ist spannend, vielfältig und intensiv. Von grossem Vorteil war, dass ich bereits viele politische Geschäfte kannte. Zugute kommt mir aber auch meine gute Vernetzung. Zudem haben mich auch repräsen­tative Aufgaben sowie die Geschäfte aus den anderen Bereichen beschäftigt.

Wie erleben Sie den Unterschied zwischen Legislative und Exe­kutive?

Als Kantonsrätin bin ich in der Legislative eine von 120 Personen. Das bedeutet, dass man sich über Vorstösse aktiv bemerkbar machen muss. Die Parteipolitik spielt eine wichtige Rolle. In der Exekutive verhält es sich ganz anders. Die Geschäfte stehen im Vordergrund. Ich werde von der Goss­auer Bevölkerung viel schneller angesprochen und auch in die Pflicht genommen. Nicht zuletzt arbeite ich in einer Kollegialbehörde.

Wie gross ist Ihre Zufriedenheit mit Ihrem Amt?

Ich stelle jeden Tag fest, dass ich ­meine Arbeit mit einer grossen Freude erledige. Ich empfinde die Exekutivarbeit als Sinn stiftend, konkret und nützlich. Am schönsten ist, dass ich die Menschen und Geschäfte nahe erlebe und sehr viel mitgestalten kann. All das ist ein Umfeld, in dem ich mich gerne bewege. Nicht zuletzt kenne und schätze ich die Verwaltungsarbeit von meiner Ausbildung.

Wie geht es Ihnen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat?

Auch hier fühle ich mich wohl. Wir arbeiten zielstrebend und pflegen dabei einen wertschätzenden Umgang miteinander. Die Kommunikation untereinander stimmt.

Inwiefern spielt Ihre Parteizugehörigkeit eine Rolle?

Im Stadtrat bin ich eine von fünf, die bestrebt sind, unsere Stadt im Sinne der Sache vorwärtszubringen. Es geht also vielmehr um die einzelnen Geschäfte, die ich für mein Departement vertrete. Die Parteizugehörigkeit spielt dabei eine untergeordnete ­Rolle.

Müssten Sie nicht die Vorstellungen Ihrer Wählerinnen und Wähler erfüllen?

Das ist genau der Knackpunkt. Auf der einen Seite haben meine Wählerinnen und Wähler und die SVP-Fraktion im Parlament Erwartungen an mich. Auf der anderen Seite ich bin eines von fünf Mitgliedern im Stadtrat und fühle mich dem Wohl aller Gossauerinnen und Gossauer verpflichtet.

Wie stark profitieren Sie von Ihrem Amt als Stadträtin von Ihrer Arbeit im Kantonsrat?

Die Vorteile werden am Geschäft des kantonalen Feuerschutzgesetzes deutlich, bei dem ich in der vorberatenden Kommission mitarbeite. Dadurch kann ich die Sicht aus der Basis einfliessen lassen. Als Verwaltungsratspräsidentin des Sicherheitsverbundes Region Gossau, SVRG, profitiere ich in der Folge von dieser Zusammenarbeit auf kantonaler Ebene.

Was beschäftigte Sie seit dem Januar bei Ihrer Arbeit als Stadträtin der Stadt Gossau am meisten?

Die Regelung der Nachfolge von Markus Baer in der Geschäftsführung der Stadtwerke war ziemlich zeitintensiv. Aber auch die Abstimmung vom 10. Juni beschäftigt mich. Dann wird die Gossauer Bevölkerung darüber befinden, ob die Stadtwerke zwar ein unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen bleiben werden, aber mehr Freiraum beim Erschliessen neuer Geschäftsbereiche bekommen sollen. Unter vielen anderen gehörte zudem die Neuorganisation der Stadtwerke zu meinen Aufgaben.

Welchen Platz nahm das Energienetz GSG zwischen Gossau, St.Gallen und Gaiserwald ein?

Mit der Abwärme aus der Industrie im Osten Gossaus möchten wir einen Beitrag zur Energiestrategie leisten. Dafür braucht es aber einige Anstrengungen, die im Moment in der vorberatenden Kommission des Gossauer Parlaments beraten werden. Die notwendigen Kredite von 900000 Franken für die Investitions- und Betreibergesellschaft dürften im Juli im Goss­auer Parlament zur Sprache kommen.

Welche Aufgaben stehen für die Stadtwerke der Zukunft an?

Die Stadtwerke werden sich in Zukunft noch mehr vom reinen Stromversorger zu einem Dienstleister entwickeln. Wir müssen uns zudem ­fragen, wohin wir in Bezug auf die ­Digitalisierung wollen, welche Be­deutung das Internet der Dinge oder die Smart-City für uns bekommen. Zudem dürften strategische Partnerschaften immer wichtiger ­werden.

DruckenE-Mail

Andreas Oberholzer folgt auf Pascal Fürer - Gossauer Nachrichten 9. Mai 2018

Andreas Oberholzer wurde an der Hauptversammlung der SVP Gossau-Arnegg zum neuen Parteipräsidenten gewählt, da Pascal Fürer aufgrund seines Kantonsratsmandat das Amt abgab, um eine politische Dreifachbelastung als Kantons und Stadtparlamentarier sowie Parteipräsident zu vermeiden.

Toggi Der bisherige Parteipräsident Pascal Fürer durfte an der HV eine positive Jahresbilanz ziehen. Das Jahr wurde geprägt durch die Ersatzwahlen für ein Mitglied des Stadtrates und des Stadtpräsidenten. Mit Claudia Martin bekleidet die Partei nach zehn Jahren wieder einen Stadtratssitz. Die Jahresrechnung, der Revisorenbericht und der Mitgliederbeitrag wurden einstimmig genehmigt. Stadtparlamentarier Andreas Oberholzer wurde einstimmig zum Nachfolger von Pascal Fürer gewählt. Oberholzer absolvierte nach der Berufslehre als Metallbauzeichner die Rekrutenschule. Er blieb dem Militär treu und arbeitet nun als Berufsunteroffizier.

Dreifachbelastung verhindern
Vor zwei Monaten erhielt Pascal Fürer die Nachricht, dass ein SVP-Mitglied nach der April-Session aus dem Kantonsrat ausscheiden wird. Da Fürer an den Kantonsratswahlen im Jahr 2016 den ersten Ersatzplatz erreicht hatte, darf er die Nachfolge antreten. Um eine politische Dreifachbelastung durch Parteipräsidium, Kantonsrat und Stadtparlament zu vermeiden, kündigte er seinen Rücktritt als Parteipräsident auf die Hauptversammlung an. «Schliesslich ist es mir wichtig, vorbereitet an den Sitzungen zu erscheinen und mich für das Wohl der Bevölkerung einzusetzen», so Fürer und fügte hinzu: «Für mich war dieser Entscheid nicht leicht, denn die Arbeit machte mir Freude; hinzu kam, dass die SVP auf ein erfolgreiches Jahr mit der Wahl Martins in den Stadtrat zurückblicken darf».

Anita Fürer neu im Vorstand
Markus Rosenberger, der in den letzten fünf Monaten eine Doppelfunktion als Vize- und Fraktionspräsident im Vorstand inne hatte, trat als Vizepräsident zurück. An seiner Stelle wurde Pascal Fürer gewählt. Als Ersatz für Désirée Baldegger, die ihren Wohnsitz nach St.Gallen verlegt hat, wurde Anita Fürer (Elektroinstallateurin, 1997) einstimmig gewählt. Daniel Baldegger wurde als Mitglied des Vorstands einstimmig wiedergewählt. Nach der ordentlichen Hauptversammlung berichtete Stadträtin Claudia Martin von ihren ersten Erfahrungen und Eindrücken als Gossauer Stadträtin. pd/tb

DruckenE-Mail

Nächster SVP-Präsident nach einem Jahr - St. Galler Tagblatt 5. Mai 2018

Wechsel - Pascal Fürer ist innert Monaten gleich in zwei Parlamente nachgerutscht. Deshalb gibt er das Präsidium der SVP Gossau schon nach einem Jahr an Andreas Oberholzer ab.

Bei den Wahlen hat es ihm knapp nicht gereicht, nun sitzt Pascal Fürer seit Anfang Jahr doch noch im Gossauer Stadtparlament und ab Juni im Kantonsrat. Er beerbt Remo Schelb und Guido Brühlmann. Zusammen mit dem Präsidium der Ortspartei war das zu viel des Guten für den 24-jährigen Bäcker-Konditor: Bei der Hauptversammlung vom Donnerstag gab er die Leitung der Partei an Andreas Oberholzer ab, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Berufsunteroffizier hatte am Dienstag seinen ersten Einsatz im Stadtparlament, wo er Désirée Baldegger nach ihrem Wegzug ersetzt.

Nicht mit zwei Parlamentssitzengerechnet
«Mir ist wichtig, dass ich mich sowohl auf die Sitzungen im Stadtparlament als auch im Kantonsrat bestens vorbereiten kann», begründet Fürer auf Anfrage seinen Rücktritt von der Parteispitze. Das Stadtparlament anstelle des Präsidiums aufzugeben, wäre den Wählern, denen er sich verpflichtet fühle, nicht gerecht geworden, sagt er. Er hätte sich nicht träumen lassen, innert so kurzer Zeit in beide Parlamente nachzurücken. Auch wenn er seine Ortspartei nur während eines Jahres leitete, konnte Fürer einen grossen Erfolg feiern:Mit Claudia Martin ist die SVP zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder im Gossauer Stadtrat vertreten. «Für mich war es ein spannendes, intensives und lehrreiches Jahr», sagt Fürer. Von diesen Erfahrungen könnten er und seine Partei bei den Kantons und Kommunalwahlen in zwei Jahren sicherlich profitieren, zeigt er sich überzeugt.

Zwei weitere Wechsel im Parteivorstand
Trotz seines Rücktritts verbleibt Pascal Fürer im Vorstand der Ortspartei. Er ersetzt MarkusRosenberger, der als Fraktionspräsident im Stadtparlament sein Amt ebenfalls wegen einer Mehrfachbelastung aufgibt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Als Ersatz für Ex-Stadtparlamentarierin Désirée Baldegger wurde Anita Fürer in den Vorstand gewählt. Nachdem die ordentlichen Traktanden abgehakt waren, folgte ein Auftritt von Neo-Stadträtin Claudia Martin. Sie berichtete von ihren ersten Erfahrungen und Eindrücken im Amt, wird mitgeteilt. (jw)

DruckenE-Mail